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Beteiligung an einer US-amerikanischen Limited Liability Company (LLC) kann deutsche Steuerpflicht auslösen

Die Limited Liability Company (LLC) ist in den USA aufgrund ihrer Haftungsbegrenzung eine sehr beliebte Rechtsform. Sie ähnelt strukturell einer Kapitalgesellschaft, kann jedoch steuerlich als Personengesellschaft behandelt werden. Beteiligt sich ein Inländer an einer solchen Gesellschaft, wendet die Finanzverwaltung für daraus resultierende Dividenden das deutsche Besteuerungsrecht an, sofern die LLC in ihrer konkreten Ausgestaltung tatsächlich die Merkmale einer Kapitalgesellschaft erfüllt; auf die steuerliche Behandlung der LLC in den USA soll es dann nicht ankommen. Der BFH hat diese Sicht der Finanzverwaltung durch Urteil v. 20. 8. 2008 - I R 34/08 bestätigt. Konkret ging es um die Beteiligung eines Inländers an einer LLC, die nach den Gesetzen des Staates Florida in den USA errichtet worden war. Der inländische Gesellschafter hatte seine Gewinnanteile aus der Beteiligung an dieser LLC bereits in den USA versteuert. Die Entscheidung des BFH kann also eine Doppelbesteuerung zur Folge haben, die allerdings durch Anrechnung der in den USA gezahlten Steuer auf die deutsche Steuerfestsetzung abgemildert wird.

Quelle: Bundesfinanzhof

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